Der Vernichtungslauf für das ILM-Objekt PA_PIDX endet ohne Fehler, das Protokoll ist unauffällig, die Statistik leer — und die Tabelle PPOIX enthält genau so viele Sätze wie vorher. Kein Kurzdump, kein roter Jobstatus, keine erkennbare Fehlkonfiguration. Die Ursache liegt fast immer in den Plausibilitätsprüfungen des Schreibprogramms RPAR6W00: Sie greifen regelkonform, verwerfen dabei aber deutlich mehr, als man erwartet, und melden das Ergebnis unterhalb der Schwelle, auf die im Betrieb geschaut wird. Dieser Beitrag erklärt, welche drei Prüfungen das sind, welches Risiko dahintersteckt und was Sie im System prüfen sollten.
Ein Löschlauf in SAP HCM kann auf drei grundsätzlich verschiedene Arten danebengehen: Er löscht zu wenig, er löscht zu viel — oder er scheitert an einer Fehlkonfiguration, die in Wahrheit gar keine ist. Bemerkenswert ist, dass sich zu jeder dieser drei Fehlerarten in den vergangenen Wochen ein aktueller SAP-Hinweis finden lässt. Wir haben sie gesichtet und für die Praxis eingeordnet.
Ein produktiver ILM-Vernichtungslauf meldet Erfolg: Millionen Datensätze wurden DSGVO-konform gelöscht. Und trotzdem bleiben am Ende einige Tausend Sätze übrig – mit kryptischen Fehlermeldungen, die niemand auf Anhieb einordnen kann. Wer schon einmal einen Löschlauf in SAP HCM begleitet hat, kennt dieses Bild.
Der Grund ist fast nie ein technischer Defekt. Der Grund sind Abhängigkeiten: Personaldaten in SAP HCM sind über Stammdaten, Zeitwirtschaft und Abrechnung hinweg eng miteinander verwoben. Ein Datensatz lässt sich nur dann vernichten, wenn die von ihm abhängigen Daten bereits gelöscht wurden – oder wenn bestimmte „Anker“-Daten bewusst erhalten bleiben. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Abhängigkeiten in fünf klare Muster.
Wer in einem aktuellen SAP-HCM-System eine Vernichtungssperre über den Infotyp 3246 anlegen will, kann eine Überraschung erleben: Für die Archivierungsobjekte PA_CALC (Abrechnungsergebnisse), PA_TIME (Zeitauswertungsergebnisse) und PA_LDOC (Langzeitdokumente) quittiert das System den Versuch mit der Meldung PG492 – „Vernichtungssperren für das Objekt legen Sie mit Transaktion ILM_LHM an“. Der Eintrag im Infotyp 3246 wird nicht geschrieben. In diesem Beitrag erklären wir, warum das so ist, welches Risiko dahinter steckt und was Sie jetzt prüfen sollten.
Die DSGVO verlangt das Löschen, der laufende Rechtsstreit verlangt das Gegenteil: Daten, die als Beweismittel gebraucht werden, dürfen auf keinen Fall vernichtet werden. Dieses Spannungsfeld löst der Legal Hold in SAP ILM — eine temporäre Vernichtungssperre, die einzelne Personen und Datenbereiche gezielt von Löschläufen ausnimmt. Dieser Beitrag erklärt, wie Legal Holds im SAP HCM funktionieren und worauf es bei der Umsetzung ankommt.
Das fachliche Löschkonzept steht, die Fristen sind geklärt — jetzt soll SAP ILM ins System. Aber was genau muss dafür aktiviert, eingerichtet und customized werden? Dieser Beitrag zeigt, wie Sie SAP ILM einführen: von den Voraussetzungen über die Business Functions bis zum Regelwerk-Customizing.
„Was kostet die DSGVO-Umsetzung in SAP HCM?“ ist die erste Frage in jedem Projekt — und die, auf die es am wenigsten ehrliche Antworten gibt. Die übliche Auskunft lautet „kommt darauf an“. Das stimmt zwar, hilft aber niemandem, der ein Budget beantragen muss. Deshalb hier der Versuch einer konkreten Antwort: die echten Aufwandstreiber, typische Projektphasen mit Personentage-Spannen aus unserer Projekterfahrung und die Stellschrauben, mit denen Sie die Kosten senken.
Jedes Löschkonzept für SAP HCM steht und fällt mit einer Frage: Wie lange müssen welche Personaldaten aufbewahrt werden? Die Antwort verteilt sich auf Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht und zivilrechtliche Verjährungsfristen — und hat sich zuletzt durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz sogar verändert. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Aufbewahrungsfristen für Personaldaten zusammen und zeigt, wie Sie daraus einen Fristenkatalog für Ihr ILM-Regelwerk machen.
Das DSGVO-Löschprojekt läuft, die Infotypen sind über SAP ILM abgedeckt — und dann die Frage im Audit: „Was ist eigentlich mit Ihren Z-Tabellen?“ Kundeneigene Tabellen sind der häufigste blinde Fleck in SAP-HCM-Löschkonzepten. Sie entstehen über Jahre durch Eigenentwicklungen, Schnittstellen und Migrationen, enthalten oft hochsensible Personaldaten — und werden von keiner Standard-Löschfunktion erfasst. Dieser Praxisleitfaden zeigt, wie Sie Z-Tabellen DSGVO-konform löschen: finden, bewerten, bereinigen.
Die DSGVO verpflichtet jedes Unternehmen, personenbezogene Daten zu löschen, sobald der Zweck der Verarbeitung entfallen ist und keine Aufbewahrungspflichten mehr bestehen. Im SAP HCM ist das leichter gefordert als getan: Personaldaten verteilen sich auf hunderte Infotypen, Abrechnungscluster und kundeneigene Tabellen. Ohne ein belastbares Löschkonzept für SAP HCM bleibt jeder Löschlauf Stückwerk — und die Rechenschaftspflicht nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO unerfüllt.










